Januar 2016

Hallo. Mein Name ist Nina. Ich bin gerade von Hamburg nach Berlin gezogen. Davor war ich in Chicago. Und dazwischen in der Psychiatrie.

Ich habe nämlich nicht nur einen Faible für Großstädte, sondern auch eine emotional-instabile Persönlichkeitsstörung. Und das ist so lustig wie es klingt. Nämlich gar nicht. Wenn man nicht den passenden Humor hat. Aber der ist ungemein hilfreich. Als Teilzeitwissenschaftler und Vollzeitborderliner. Und erst recht, wenn man in der Psychiatrie ist. Da ist er überlebenswichtig. Und schreiben ebenfalls, wie ich dort festgestellt habe. Und was in der Klappse half, das klappte dann auch draußen. Wenn schon nicht präventiv, dann doch häufig unterhaltend. Na gut. Für mich zumindest.

Chicago. Hamburg. Psychiatrie. Und jetzt also Berlin. Auch kaum schlimmer als das Irrenhaus. Und Grund genug für mich weiterzuschreiben. Denn es hat sich viel verändert. Nur Borderline hab‘ ich noch immer. Doch kann ich damit besser umgehen. Meistens. Jedenfalls.

Kurz: Places change. People change. Life is still a Nuthouse.

STERN, 8/2015: Borderline ist mehr als ritzen, kotzen, heulen.
wunderweib.de, 8/2015: Mein Leben ist ein Irrenhaus.
Gehirn&Geist, 11/2015: Das Leben nach dem Kuckucksnest.

mailto: ninanuthouse[at]gmx.de
twitter: @DoktorNuthouse