Korrekturen

Manchmal muss ich mein Weltbild mal zurechtrücken. Wenn es wieder aus den Fugen gerät. Die alten Glaubenssätze aufkommen. Und Zwänge stärker scheinen als Möglichkeiten.

Dann setze ich mich hin. Und sage mir folgendes:

Ich bin nicht meine Doktorarbeit. Ich bin nicht die Follower auf Twitter. Die Besucherzahlen auf meinem Blog. Ich bin nicht die Größe 34. Oder die Kilometer, die ich laufe.

Ich bin Tochter, Schwester, Tante. Die stolzeste Tante auf der Welt. Ich bin die Freundin meiner Freunde. Und ihnen ist egal, ob ich einen Doktor mache. Follower auf Twitter habe. Und Besucherzahlen. Auf einem Blog. Ob Größe 40 oder 30. Das ist ihnen ganz egal. Sie lieben mich. Aus anderen Gründen.

Und wenn ich dasitze und dies denke, dann merke ich was wichtig ist. Worauf es ankommt. Und ich mich konzentrieren sollte. Nicht nur in Gedanken. Auch mit meiner Zeit.

8 Gedanken zu “Korrekturen

  1. Super!!!! Danke, für die Erinnerung. Auch für nicht Borderliner eine ganz wichtige Erinnerung.
    Aber ich muss dich enttäuschen: Der Titel der stolzesten Tante ist leider schon an mich vergeben!!!😜

    Gefällt 3 Personen

  2. Das ist wirklich sehr schön geschrieben liebe Nina! Und du hast so Recht, man sollte sich nicht darüber definieren, was man tut oder hat sondern was man im tiefsten Inneren ist…nämlich ein liebenswerter Mensch. Das zeigen ja einem die Menschen um einen herum 🙂

    Gefällt 2 Personen

  3. Kitschig find ich das üüüberhaupt nicht. Ich finde gegenteilig, dass Menschen, die sich das klar machen können, wahre Größe besitzen und zwar weit über 34, 40 oder 3900 😉 Ich beneide dich darum.
    Ich für mein Teil hab erst gestern wieder festgestellt, dass ich das nicht feststellen kann. Ich kann mir das zwar auch sagen, versuch das auch immer wieder, allerdings bei mir siegt dann in vielen Fällen (wie z.B. gestern wieder) das allgemeine Lebensgefühl. Und das ist alles andere als schön. Leider ist dann auch z.B. schreiben an der Dissertation relativ zäh mit diesem Grundrauschen. Gut, dass mich das Kapitel Motivation grad nicht die Bohne juckt 🙂

    Gefällt 2 Personen

  4. Danke, liebe Nina, dass Du schreibst und uns teilhaben lässt. Habe gerade 5 Wochen stationäre DBT hinter mir und ab nächster Woche beginnt die Tagesklinikzeit. Sicherlich gibt es hier bald einen „Nina Nuthouse Fanclub“ 😊. Dank Deines Blogs habe ich mich dafür entschieden und es war und ist die richtige Entscheidung. DANKE

    Gefällt 1 Person

    1. Das zu lesen freut mich sehr! Für mich war es damals auch die richtige Entscheidung, auch wenn mir das erst zum Ende wirklich klar wurde. Mein Leben hat sich dadurch aber nachhaltig verbessert, was ich Dir auch von Herzen wünsche. Ebenso wie viel Kraft und Durchhaltevermögen! Das braucht man wohl mehr alles andere. 😉

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s